Thermische Abfallbehandlung

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Die thermische Abfallbehandlung ist ein zentraler Forschungsschwerpunkt des Lehr- und Forschungsgebiets. Als Eingangsfraktionen werden hierbei neben herkömmlichen gemischten Abfällen auch Monofraktionen wie Klärschlämme, gefährliche Abfälle und Althölzer sowie Sonderfraktionen wie Nanomaterialien und carbonfaserverstärkte Kunststoffe, kurz CFK, betrachtet. Hauptaugenmerk liegt auf der gesamten Verfahrenskette der klassischen Verbrennungsverfahren. Neben dem eigentlichen Verbrennungsprozess werden auch Untersuchungen zum Beispiel hinsichtlich Entschlackungs- und Rauchgasreinigungsverfahren durchgeführt. Häufig werden die betreffenden Untersuchungen, in enger Kooperation mit Industriepartnern, an großtechnischen Anlagen durchgeführt.

Ein weiterer Fokus der Arbeiten liegt in der Aufbereitung von Reststoffen bzw. Abfällen mittels unter- und überstöchiometrischer thermochemischer Verfahren. Mit anwendungsbezogenen Forschungskonzepten wird zum Beispiel die Rückgewinnung von Wertstoffen aus Abfällen in pyrolytischen Prozessen sowohl hinsichtlich der Verfahrenstechnik als auch bezüglich der physikalischen oder chemischen Vor- und Nachbereitung der Ausgangs- beziehungsweise Sekundärrohstoffe untersucht. Die Eigenschaften der Einsatzstoffe beziehungsweise der unterschiedlichen Produktphasen können in den Institutslaboren analysiert und mit den jeweiligen Anforderungen abgeglichen werden.