Entwicklung innovativer Verfahren zur Rückgewinnung ausgewählter Ressourcen aus Siedlungsabfall- und Schlackedeponien

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Deponien abgelagerter Siedlungsabfälle und Schlacken beinhalten ein nennenswertes Ressourcenpotenzial. Vor dem Hintergrund der weltweit steigenden Nachfrage nach Rohstoffen, wie strategischen Metallen, werden zunehmend die Möglichkeiten einer Nutzung dieses Potenzials diskutiert. Bisherige Deponie-Rückbauvorhaben wurden hauptsächlich vor dem Hintergrund einer Reduzierung umweltschädlicher Sickerwasseremissionen sowie alternativer Flächennutzung durchgeführt, während Rückbauvorhaben mit dem Fokus auf Ressourcenrückgewinnung noch keine Anwendung gefunden haben.

Das im August 2012 angelaufene Forschungsprojekt hatte eine ganzheitliche Untersuchung der Möglichkeiten zum Rückbau bestehender Siedlungsabfall- und Schlackedeponien sowie zur Nutzung der darin enthaltenen Rohstoffe zum Ziel. Die Bearbeitung des Forschungsprojektes erfolgte dabei im Verbund mit verschiedenen Instituten der Technischen Universitäten Braunschweig, Clausthal, Aachen und weiteren Forschungseinrichtungen wie dem ifeu und dem Öko-Institut. Das Projekt wurde durch die Tönsmeier Dienstleistung GmbH geleitet, weitere wichtige Verbundpartner waren die Arbeitsgemeinschaft Abfallentsorgungsbetrieb des Kreises Minden-Lübbecke, AML Immobilien GmbH und Gesellschaft zur Verwertung organischer Abfälle mbH & Co. KG, kurz AIG, und der Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt.

Seitens des TEER konzentrierten sich die Untersuchungen auf die energetischen Nutzungsmöglichkeiten von Materialströmen, die aus Deponien entnommen wurden. Ein weiterer Schwerpunkt war die pyrolytische Behandlung von Verbundstoffen. Hierdurch wurde eine weitestgehende Metallrückgewinnung aus diesen Fraktionen realisiert. Die Untersuchungen wurden am TEER sowohl im Labor- als auch im Technikumsmaßstab durchgeführt. In Anlagen des AIG erfolgten großtechnische Versuche, die durch das TEER wissenschaftlich begleitet, ausgewertet und bilanziert wurden.

Das Vorhaben wurde im Rahmen der Fördermaßnahme „r³ – innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Strategische Metalle und Mineralien“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

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