TEER entwickelt hybrides Staubfiltersystem für Biomassefeuerungen

06.11.2017
 

Im September startete am TEER ein neues Projekt zur Entwicklung eines hybriden Filtersystems für Biomassefeuerungen. Bei der Verbrennung von Biomasse werden unter anderem auch partikuläre Emissionen freigesetzt. Durch die Verschärfung der Grenzwerte für Feinstaub in der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung, welche gegenwärtig u. a. für Biomassefeuerungen zwischen 4 kW und 50 MW gilt, wird nach technischen Lösungen zur Reduzierung der Partikelemissionen gesucht. Für Bestandsanlagen, die in den nächsten Jahren umgerüstet werden müssen, kommen nur sekundäre Maßnahmen wie Filter infrage. Die Umrüstung von Bestandsanlagen zur Umsetzung von Primärmaßnahmen ist anlagentechnisch in vielen Fällen zu aufwändig und teuer.

Verschiedene Betriebsphasen der Feuerung stellen unterschiedliche verfahrenstechnische Anforderungen an sekundäre Maßnahmen wie Filter, da sich z. B. in An- und Abfahrphasen die Zusammensetzung der Stäube stark ändern kann. Daher forscht das TEER zusammen mit drei Projektpartnern an einer Kombinationslösung von zwei verschiedenen Abscheidungsprinzipien. Bislang wurden nur Systeme mit einem Filtrationsprinzip betrachtet, sodass nicht in allen Betriebsphasen eine ausreichende Partikelabscheidung erreicht werden konnte. In dem Projekt soll nun die Kombination eines Elektrofilters und eines Gewebefilters untersucht werden, um in allen Verbrennungsphasen die Partikelemissionen zuverlässig senken zu können. Das TEER übernimmt im Projekt die Entwicklung des filternden Abscheiders in Form eines Tiefenfilters. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.