PhoREKA

Kontakt

Matthias Schnell

Telefon

work
+49 241 80 90714

E-Mail

E-Mail
 

Phosphor ist ein essentieller und unersetzlicher Pflanzennährstoff. Die weltweit sinkenden Rohphosphatreserven, die zugleich zunehmend mehr mit Schwermetallen verunreinigt sind, beschränken sich auf wenige, teilweise politisch instabile Regionen außerhalb Europas. Die EU-Kommission hat Phosphor daher bereits 2014 als kritischen Rohstoff eingestuft, wodurch ein Anreiz für Recyclingtätigkeiten gegeben werden soll.

Die hohen Phosphorgehalte in kommunalen Abwässern bzw. Klärschlämmen bieten die Rückgewinnung aus diesen Stoffströmen an und werden daher zukünftig durch die novellierte Klärschlammverordnung vorgeschrieben. Die Behandlung von Klärschlamm in etablierten Verwertungs- und Entsorgungspfaden, wie der Mitverbrennung oder direkten landwirtschaftlichen Nutzung, wird im Zuge dessen eingeschränkt. Neu zu entwickelnde Verwertungskonzepte, die eine umweltverträgliche und gesicherte Entsorgung ermöglichen, dürfen der obligatorischen Rückgewinnung des im Klärschlamm enthaltenen Phosphors nicht entgegenstehen.

In der Region Rur, Erft, Köln kooperieren der zuständige Wasserverband Eifel-Rur (WVER), der Erftverband (EV) und die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln) zukünftig als Klärschlammkooperation Rheinland (KKR) bei der Klärschlammentsorgung. Durch den Bau einer gemeinsamen Monoverbrennungsanlage soll langfristig eine unabhängige, gesicherte Verwertungsmöglichkeit geschaffen werden. Aufgrund der, im Gegensatz zur Verbrennung, sehr hohen technischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten und Risiken ist zum aktuellen Zeitpunkt das anschließende Recycling des in den Aschen konzentrierten Phosphors jedoch noch ungeklärt.

Ziel des Projekts PhoREKA, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, ist die Realisierung eines regionalen Phosphor-Recyclings. In einer Konzeptphase untersucht das TEER gemeinsam mit dem WVER, dem EV und der StEB Köln grundlegende Fragestellungen zur Verfahrensauswahl und regionsspezifische Anforderungen, z. B. die Art der Recycling-Produkte. Die erzielten Erkenntnisse werden in die Planung einer möglichen nachfolgenden Umsetzungsphase zur Erprobung des regionalen Ansatzes miteinbezogen.

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung