CF Pyro

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Der Einsatz von carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK) hat in den letzten Jahren stetig zugenommen und damit auch die Menge carbonfaserhaltiger Abfälle. Die Recyclingmöglichkeit sind aufgrund hoher Produktanforderungen und Verkürzung der Fasern eingeschränkt. Daher sind weiterführende Verfahren notwendig. Die Prozessbedingungen bestehender Verwertungspfade reichen für eine Verwertung dieser Abfälle nicht aus, was zum Teil zu technischen Problemen bis hin zum Stillstand thermischer Abfallbehandlungsanlagen führt. Darüber hinaus können bei der unvollständigen Umsetzung lungengängige Fasern (sogenannte WHO‑Fasern) entstehen. Dies macht den Umgang mit CFK-Abfällen in derartigen Anlagen problematisch.

Ziel des Projektes CF Pyro ist eine umfassende Technologiebewertung pyrometallurgischer Verfahren hinsichtlich ihrer Eignung für die Verwertung carbonfaserhaltiger Reststoffe. Hierbei spielen für die praktische Umsetzung nicht nur die prinzipielle Umsetzbarkeit im thermischen Prozess, sondern auch das Handling (Arbeitssicherheit) und die etwaige Emission lungengängiger WHO‑Fasern eine wesentliche Rolle. Darüber hinaus werden mögliche Auswirkungen des Einsatzes carbonfaserhaltiger Abfälle auf die Prozessintegrität und Produktqualität untersucht. Mit Hilfe der erarbeiteten Grundlagen soll eine fundierte Entscheidung zum potentiellen Einsatz von carbonfaserhaltigen Reststoffen in großtechnischen Prozessen ermöglicht werden.

Die Arbeiten des TEER konzentrieren sich neben der Projektkoordination im Wesentlichen auf das Versuchsdesign und die Charakterisierung des thermischen Umsetzungs- und Emissionsverhaltens der carbonfaserhaltigen Reststoffe. Der Projektpartner auf metallurgischer Seite ist der Fachbereich 4.4 Thermochemische Reststoffbehandlung und Wertstoffrückgewinnung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Das Projekt wird für zweieinhalb Jahre vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz über die Forschungsvereinigung Carbon Composites Leichtbau gGmbH der Industriellen Gemeinschaftsforschung der AiF gefördert.

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