Forschungskolleg Verbund.NRW

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Kevin Carl

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Der Bausektor ist von hoher gesellschaftlicher und sozialer Bedeutung (z. B. Urbanisierung, regionale wirtschaftliche Auswirkungen, gesundheitliche Aspekte, bezahlbarer, ausreichender Wohnraum) und besitzt zudem eine große Ressourcenrelevanz (50 % des Ressourcen- und 35 % des Energieverbrauchs, über 50 % der Abfallmengen). Schwerpunkt der inter- und transdisziplinären Zusammenarbeit im Forschungskolleg der RWTH Aachen und der FH Münster ist in den nächsten 3 ½ Jahren die Validierung ausgewählter multifunktionaler Faser- und Schichtverbunde an konkreten Fallbeispielen aus der Praxis. Unter Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus wird bewertet, wann und wie der Einsatz von Verbundsystemen nachhaltig möglich ist. Im Fokus stehen dabei Untersuchungen zur Umsetzung einer verbesserten Rückbaubarkeit und sortenreinen Wiederverwertung der in Verbundwerkstoffen enthaltenen Materialien am Lebensende, unter Vermeidung von negativen Folgen für Mensch und Umwelt. Die Entwicklung von innovativen Geschäftsmodellen und wirtschaftlichen Anreizen soll eine kreislauffähige Produktgestaltung ermöglichen. Soziokulturelle Kriterien, wie z.B. gesellschaftliche Megatrends bei der Gestaltung von Gebäuden und Räumen, werden verstärkt betrachtet.

Über die Projektlaufzeit von Januar 2021 bis Juni 2024 sind unter Leitung und Koordination des TEER die folgenden Institute und Lehrstühle der RWTH Aachen beteiligt:

An der FH Münster sind die folgenden Institute und Lehrstühle beteiligt:

Das Netzwerk erweitert sich um wissenschaftliche sowie Praxisakteure wie die Aachen Building Experts e.V., das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH, die re!source Stiftung e.V., die Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. (DGAW), die Landmarken AG/ Moringa GmbH, die Hering Bau GmbH & Co. KG und die Lindner Group KG.

Die inhaltlichen Arbeiten am TEER werden hauptsächlich in der Optimierung der thermischen Aufbereitung von Faserverbunden liegen. Hierbei sollen in interdisziplinäerer Zusammenarbeit auch ökologische und sozio-ökonomische Bewertungsmethodiken mit einbezogen werden.

Das Forschungskolleg wird mit insgesamt rund 2,2 Millionen Euro über dreieinhalb Jahre vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Projekts.

In der ersten Förderperiode des Forschungskollegs Verbund.NRW lag der Schwerpunkt auf der Ressourceneffizienzsteigerung beim Einsatz von Verbundwerkstoffen und -konstruktionen im Bauwesen.

Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen